Renovierung unserer Hubertusstube bald abgeschlossen!
Im Jahr 2000 wurde mit dem Neubau unseres Schützenhauses begonnen. Ortsansässige Handwerker haben zahlreiche Gewerke errichtet. Es wurde aber auch ein erheblicher Umfang in Eigenleistung durch die Schützen geleistet. Inzwischen sind so einige auch große Reparaturarbeiten angefallen. Doch nach 25 Jahren, ist jetzt eine Renovierung in allen Räumen unumgänglich.
Wieder ist Eigenleistung gefragt. Nach dem im vergangenen Jahr der Schießstand schon in Eigenregie in Angriff genommen wurde, ist in diesem Jahr mit der Renovierung in der Hubertusstube begonnen worden. Eine kleine, einsatzbereite Gruppe handwerklich ausgebildeter Schützen, haben bereits viel bewirkt.
Der Raum wurde ausgeräumt und alle Sitzbänke von den Wänden abgerückt. Alle schadhaften Stellen an den Wänden – das waren mehr als gedacht – wurden fachmännisch behandelt und geschlossen. Inzwischen sind die hohen Wände mehrmals gestrichen worden. Die Fensternischen sind im unteren Bereich isoliert und verputzt worden. So dass hier die Wärmeverluste eingedämmt wurden. Obwohl noch Baustellen-Flair herrscht, sieht der Raum schon ansprechend aus.
Auch die Elektrik ist überarbeitet worden. So kann unter anderem, der gespendete, „neue“ Flachbildschirm in der Hubertusstube angeschlossen werden. Jetzt wird noch Hand an die Einrichtung gelegt. Und dann, warten die Schützenfrauen schon auf ihr Startsignal zur Generalreinigung.
Wir freuen uns schon sehr auf unsere neue Hubertusstube!
Geplant ist auch die Erneuerung, des in die Jahre gekommenen großen Saals.
Mit unserem Renovierungsprojekt möchten wir das Schützenhaus mit neuem und frischem Leben füllen. Hierzu werden die Vereinsmitglieder, Vorstandsmitglieder und viele helfende Hände gemeinsam die Modernisierung und Renovierung durchführen. Grundsätzlich soll durch die Modernisierung ein freundliches und angenehmes Ambiente geschaffen werden.
Für wen machen wir das?
- Für Zuschauer und Besucher
- Dorfbewohner
- Vereine aus der Umgebung
- Bandbreite von Junioren bis Senioren
und natürlich für unsere Mitglieder und Freunde
Warum sollten Sie dieses Projekt unterstützen?
- attraktives Zusammenleben
- Förderung der Gemeinschaft
- als Fan und Gönner des Vereins
- Integration von Menschen
- der Jugend eine Zukunft bieten
Wie wird das alles bezahlt?
Die Verwendung der Mittel für die Renovierung und Modernisierung des Vereinsheims ist größtenteils in Eigenleistung vorgesehen. Durch einige zweckgebundene Spenden werden und wurden lediglich die benötigten Materialien angeschafft. Durch viele Hände von Ehrenamtlichen und dem Verein nahestehender Personen wird der Umbau eigenverantwortlich durchgeführt.
Falls das Projekt so viele begeistert, dass sie gerne Geld dazu beisteuern möchten und daraus eine größere Summe zusammen käme, würden wir das Geld evtl. in eine neue oder so gut wie neue Vereinsküche investieren. Oder wir lassen unsere Stühle überarbeiten. Oder neue besser gedämmte Fenster.
Damit wir aber weitermachen können, hoffen wir auf Eure / Ihre Unterstützung!
Wie die Hubertus-Stube zu ihrem Namen kam
Es war im Jahr 1999, nach einer Planungszeit von 5 Jahren sollte endlich mit dem Bau des neuen Schützenhauses begonnen werden. Doch zuvor musste die Auffahrt, der „Schützenpfad“ verbreitert werden, was Bauarbeiten an der Bruchsteinmauer, die den Hang unterhalb der Festwiese stützt, nach sich zog. Direkt am unteren Ende der Auffahrt wurde eine Nische in die Mauer eingelassen, es war geplant, dass in dieser Nische eine hölzerne Figur des Hl. Hubertus platziert werden sollte.
Wer diese Stelle kennt, weiß, dass dieser Plan nie ausgeführt wurde, weil eine Holzfigur im Freien nicht von langer Lebensdauer wäre.
Im Jahr 2000 konnte dann endlich mit dem Neubau begonnen werden. Zahlreiche Gewerke wurden an ortsansässige Handwerker vergeben, allerdings war auch im erheblichen Umfang Eigenleistung durch die Schützen eingeplant.
Nun ereignete es sich aber, dass einer unserer Schützenbrüder, von Beruf Drechslermeister und handwerklich sehr begabt, sich krankheitsbedingt nicht an den Bauarbeiten beteiligen konnte. Knapp 2 Monate fehlte er wegen Krankenhausaufenthalt und einer folgenden Rehamaßnahme. Und auch danach musste er sich schonen.
Das ging ihm sehr gegen den Strich und zusammen mit seiner Ehefrau überlegte er, wie sie beide sich trotzdem am Bau beteiligen könnten. So entstand die Idee, den Schützen eine Figur des Hl. Hubertus für das Schützenhaus zu stiften.
Die beiden erinnerten sich an einen alten Freund, den Bildhauer Gerhard Passens, den sie über viele Jahre jährlich im Urlaub in Berchtesgaden getroffen hatten.
Gerhard Passens, gebürtig 1938 in Bischofswiesen, hatte die Liebe zur Bildhauerei von seinem aus Kevelaer stammenden Vater geerbt. Schon als Kind schnitzte er Krippen, bevor er diese Leidenschaft zum Beruf machte. Von 1954 bis 1958 besuchte er also die Fachschule für Holzbildhauerei in Berchtesgaden und anschließend bis 1964 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in München. 1965 war er in Altamira (Spanien) an der Schaffung einer Kopie einer steinzeitlichen Höhle beteiligt, bevor er freischaffend einige Jahre In München und Berchtesgaden tätig war. Von 1975 bis 2001 arbeitete er zuerst als Fachlehrer und später als Schulleiter an der Fachschule für Schreinerei und Holzbildhauerei in Berchtesgaden. Jährliche Ausstellungen im In- und Ausland führten den Künstler bis nach Buenos Aires. Beeindruckend lesen sich seine Vita sowie sein Ausstellungsverzeichnis.
An diesen Künstler und Freund erinnerte sich nun unser Schützenbruder, er schrieb ihn an und bat um die Gestaltung einer Figur des Hl. Hubertus in Bronze. Dazu muss man wissen, dass Holzschnitzer ebenso in Stein und mit Bronze arbeiten.
Der Sohn des Künstlers, Gregor, Jg. 1974, der ebenso wie der Vater die Bildhauerei erlernt hat, studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München und arbeitet heute in München und Buenos Aires. Er nahm den Auftrag gerne an und so kam der Hl. Hubertus nach Rhöndorf ins Schützenhaus, wo er seinen Platz über dem Kamin in der „Hubertusstube“ fand und wo er auch heute immer noch anzutreffen ist.
Die Figur aus massiver Bronze wiegt 15 kg; die Gussform wurde nach der Herstellung zerstört, so dass es sich bei „unserem“ Hubertus um ein Unikat handelt.
Der Stifter ist derzeit unser ältestes Mitglied, ihr habt es sicher schon erraten, es handelt sich um Fritz Ueberbach! Er hat sich gewünscht, dass die Figur niemals kopiert wird und dass im Falle der Auflösung des Vereins über den Verbleib der Figur gemeinsam mit ihm oder mit seinen Erben entschieden wird.
Unser Schützenhaus
Die Hubertus-Stube strahlt Gemütlichkeit und Gastlichkeit aus. Sie ist unser Clubraum und hat schon so mancher feucht-fröhlichen Feiern einen Rahmen geboten. Egal wie groß die Feier ist, bleibt immer noch ein Platz zum tanzen.
Unsere Räumlichkeiten werden auch für andere Anlässe genutzt. Kühle Getränke gibt es am Thresen mit Zapfanlage, eine Küche ist vorhanden. Wenn's draussen kalt kalt ist, sorgt der Kachelofen für wohlige Wärme. Tagungen, Besprechungen, Geburtstags- oder Weihnachtfeiern und so weiter sind hier gut aufgehoben.